Eigentlich hatten sich viele – vor allem, aber nicht nur queere – Mitarbeitende der VBZ schon darauf gefreut, das blauweisse Unternehmen am Wochenende wieder von seiner buntesten Seite zu präsentieren. Auf der Pride-Parade steht nämlich eine Linie besonders im Fokus: Die  PinkLine VBZ. Pink ist dabei fast schon zu kurz in die Farbpalette gegriffen. Denn unter der PinkLine versammeln sich queere Mitarbeitende  in einem VBZ-Netzwerk, das gegenseitig Unterstützung bietet bei Fragen und möglichen Problemen innerhalb der Firma. Die PinkLine will zudem ein sichtbares Zeichen setzen, das bei den VBZ alle Menschen willkommen sind. Mit stetig wachsendem Erfolg. Mittlerweile ist die PinkLine mehr als ein Netzwerk. Das Engagement für ein gleichberechtigtes und vielfältiges Miteinander ist auch dem Management der VBZ nicht entgangen, so dass die PinkLine seit 2016 ein offizieller VBZ Verein ist.

Seither ist die PinkLine nicht nur unternehmensintern, sondern auch öffentliches Aushängeschild für ein queeres Miteinander. Dies wird vor allem während der Pride sichtbar, auf der Kolleginnen und Kollegen über ihre Aktivitäten informieren und fester Bestandteil des Umzugs sind. Dabei sind dann auch die VBZ-Fahrzeuge etwas bunter als im klassischen blauweiss unterwegs. Die Teilnahmen an der Pride sind auch Trampilot Marcel Ferro  in besonders guter Erinnerung. Wenn er dort am Stand die PinkLine VBZ repräsentiert, ist er immer wieder erfreut, wie vielen Menschen er ganz neue Perspektiven auf die VBZ verschaffen kann.

 

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Bin Chic für Party Time 🌈

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“Nicht jeder geht davon aus, dass die VBZ derart bunt sind”, sagt er stolz. Der Trampilot ist schon lange im Verein engagiert und hebt hervor, dass auch die gemeinsamen Aktivitäten über die Grossveranstaltung hinaus für ihn und auch das Netzwerk sehr wertvoll sind.

Die regelmässigen Höcks und Ausflüge schaffen nochmal einen ganz anderen Zusammenhalt bei den PinkLine Mitgliederinnen und Mitgliedern – und bei allen, die neugierig den Austausch suchen. Aktuell ist das persönliche Miteinander aufgrund von Corona zwar ausgesetzt, aber ihren Enthusiasmus lassen sich Ferro und die Kolleginnen und Kollegen der PinkLine nicht nehmen, denn die Regenbogen Familie soll weiterwachsen und hofft, noch mehr Mitstreiterinnen und Mitstreiter für ihre gute Sache gewinnen zu können. Was das ist? Dazu hat die PinkLine VBZ ein Statement auf ihrer Website verfasst:

Wir unterstützen die Grundziele der schweizerischen LGBTIQ-Community,  (engl.: lesbian, gay, bisexual, transgender, inter, queer) die in der westlichen Welt bereits weitestgehend umgesetzt wurden.
Ehe für alle……..
  • Wir wollen keine Homo-Ehe oder andere Sonderformen, sondern DIE Öffnung der Ehe auch für LGBTIQ-Menschen.
  • Die Schweiz ist nebst einigen osteuropäischen Ländern Schlusslicht in Europa.
  • Das darf nicht sein.
Antidiskriminierungsgesetz
  • LGBTIQ kommen in der schweizerischen Antidiskriminierungs-Gesetzgebung nicht vor.
  • Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und homophobe Gewalt wird strafrechtlich weniger strikt geahndet, wie z.B. aufgrund der Hautfarbe. Das muss sich ändern.
Drittes Geschlecht
  • Personen, die sich nicht in das heteronormative Geschlechterschema einordnen lassen, sind in der Schweiz durch die strikte Zuordnung in Frau und Mann quasi inexistent.
  • Viele Staaten anerkennen ein unbestimmtes Geschlecht und haben ein X in Reisepässe und anderen offiziellen Dokumenten eingeführt.
  • Dies fehlt in der Schweiz.

Ziele, für die sich die Kolleginnen Kollegen voll engagieren und Anerkennung verdienen. Daher heisst es auch ohne Pride in diesem Jahr wieder Farbe(n) bekennen und für das diesjährige Motto „Bekenne Farbe gegen Hass“ einzustehen. Schade, können wir das nicht gemeinsam tun. Aber jeder einzelne kann einen Beitrag dafür leisten. Gerne auch bei der PinkLine VBZ. Hier kann man Kontakt aufnehmen und einige Gesichter der PinkLine kennenlernen.