Denn nicht nur die Zukunft der Mobilität ist vernetzt, auch die Infrastruktur und das Bauwesen werden immer digitaler. So entstehen Möglichkeiten Mobilität, Infrastruktur und Stadtentwicklung noch enger miteinander zu verzahnen. Ausserdem wird die gemeinsame Planung und Umsetzung enorm erleichtert. Bei VBZ-Infrastruktur-Projekten sind immerhin etliche Stakeholder involviert, wie etwa Tiefbauamt, EWZ, ERZ, WVZ sowie Ingenieur- und Vermessungs-Partner, als auch VBZ-interne Abteilungen wie Gesamtplaner, Fachprojektierung, Projektleitung, interner Fabrikation etc.

Vor nicht allzu langer Zeit wurden Bauprojekte noch mit Zeichnungen dargestellt, heute nimmt man digitale Visualisierungen.

BIM Infrastruktur

Wo diese bei den VBZ zum Einsatz kommen? Ein paar Beispiele:

  • Berechnungen von Gleisgeometrien (für Neubauprojekte oder Reparaturen).
  • Projektierung von Fahrleitungen
  • Erzeugung von Geländemodelle anhand von Vermessungsdaten
  • Pflege Werkleitungskataster
  • Darstellung und Simulation Platzbedarf von Bus/Tram (Hüll- bzw. Schleppkurven)
  • Umsetzung Haltestellen nach BehiG-Vorgaben
  • Erstellung von Dokumentationen und Pläne für den Bau (Realisierung)

Eine Methode, die neue Wege bei Planungs- und Bauprozessen ermöglicht, ist das Building Information Modelling – kurz BIM. Dabei werden alle relevanten Bauwerksdaten digital modelliert, kombiniert und erfasst. Gerade im Zusammenspiel mit CAD entstehen so digitale Bauprozesse, auf die auch die VBZ vermehrt setzen. Aktuell geht es noch darum, BIM in der Einführungsphase besser kennenzulernen, zu gestalten, anwendbar zu machen und das Zusammenspiel von BIM/CAD mit dem Geoinformation- System (GIS) zu entwickeln.

Spannende Perspektiven also für Infrastrukturbegeisterte, die eine ganze Stadt mitgestalten wollen.

Was die Zukunft sonst noch bringt?

Die erweiterte Realität (Augmented Reality) steht zwar noch am Anfang, lässt aber heute schon erahnen, was technologisch möglich sein wird. Zum Beispiel beim Projekt Tram Affoltern. Mithilfe von 3D-AR-Brillen lässt sich hier der Linienverlauf des Tram Affoltern am Zehntenhausplatz – samt Haltestellen und sogar Werkleitungen im Boden visualisieren. Der grosse Vorteil? Die Planenden können quasi jederzeit in Echt und vor Ort ihre Arbeit begutachten. Das Spannendste: Die Stadt der Zukunft wird zwar mit Technologie entwickelt, aber auf einem breiten Fundament gebaut. Und auch hier bietet beispielsweise AR die Möglichkeit, Projekte bei Mitbestimmungsprozesse noch besser zu veranschaulichen und die Bevölkerung einzubinden. Gute Aussichten, oder? Wer mehr dazu sehen möchte, bitte hier entlang.